Wie Musikunterricht dein Kind positiv beeinflusst

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Hast du dich auch schon mal gefragt, ob es Sinn macht, dein Kind in Musikunterricht gehen zu lassen? Dass die musikalischen Fähigkeiten deines Kindes durch elementares Musizieren gefördert werden ist unbestritten, aber auch die Entwicklung deines Kindes in einigen anderen wichtigen Bereichen profitiert davon. Wie sich Musikunterricht auf dein Kind auswirkt, kannst du in diesem Blogpost nachlesen. 

Falls dein Kind noch sehr jung ist, hast du vielleicht schon mal darüber nachgedacht, dein Kind in die musikalische Frühförderung zu schicken. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht, ist musikalische Früherziehung nicht dafür gedacht, besonders früh das Musikgenie in deinem Kind zu wecken. 

Elementare Musikpädagogik hat vielmehr das Ziel, das Interesse deines Kindes an Musik zu fördern. Wenn sich dein Kind schon früh mit Musik beschäftigt und Spaß am Musizieren hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass es einmal aus eigener Motivation ein Instrument lernen möchte. Musikunterricht für Kleinkinder ist außerdem bei vielen Instrumenten möglich. 

Elementarer Instrumentalunterricht fördert durch das Erzeugen von Musik die kognitive, motorische, sprachliche und soziale Entwicklung deines Kindes: 


Kognitive Entwicklung

Wenn man musiziert, muss man Melodie und Rhythmus (und beim Singen auch noch die Sprache) gleichzeitig anwenden. Das bedeutet für das Gehirn eine gleichzeitige Beanspruchung mehrerer Hirnregionen. Die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis wird so gefördert.

Die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Klängen und Tönen hat einen positiven Einfluss auf die Entwicklung logischer Denkprozesse und somit auf die kognitive Entwicklung. Zu diesen Ergebnissen kann unter anderem der Musikpädagoge Hans Günther Bastian im Rahmen einer von ihm durchgeführten Langzeitstudie an Grundschulen in Berlin.

Eine Studie der University of British Columbia in Kanada hat kürzlich gezeigt, dass SchülerInnen besser im Mathematik- und Englischunterricht sowie in naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern sind, wenn sie Musikunterricht nehmen. Getestet wurden 100.000 SchülerInnen an öffentlichen High Schools in Kanada.


Motorische Entwicklung 

Durch elementares Instrumentalspiel oder das gemeinsame Singen in einer Gruppe lernt dein Kind, genau zuzuhören und die verschiedene Töne voneinander zu unterscheiden. Sein/ihr Gehör wird so schon früh sensibilisiert. Das macht das Erlernen eines Instrumentes um einiges einfacher. 

Die Sensomotorik verbindet die Bewegung mit der Wahrnehmung. Beim Musizieren werden die sensomotorischen Fähigkeiten deines Kindes gefördert. Beim Musizieren lernt dein Kind früher oder später Noten zu lesen, was dabei hilft, eine gute Auge-Hand-Koordination zu entwickeln. Insgesamt werden also koordinative Fähigkeiten, welche wichtig für die motorische Entwicklung deines Kindes sind, gefördert. Ein weiterer Pluspunkt für die motorischen Fähigkeiten ist die Feinmotorik, welche beim frühen Instrumentalunterricht besonders herausgebildet wird. 


Sprachliche Entwicklung 

Musik und Sprache sind eng miteinander verbunden. Hast auch du die Erfahrung gemacht, dass dein Kind singt, bevor es überhaupt sprechen kann? In der Sprache, wie auch beim Musizieren, muss man Tonhöhen, Tonlängen und Klänge erkennen können. Durch eine frühe musikalische Förderung kann die Sprachentwicklung deines Kindes, und später auch die Lese- und Schreibfähigkeit, unterstützt werden. 

Singen ist dabei eine sehr frühe Form der Kommunikation mit dem Kind. Bevor dein Kind sprechen lernt, nimmt es deine Stimme schon sehr früh war und versteht wahrscheinlich vielmehr als du denkst. Musik und Gesang fördern die auditorische Aufmerksamkeit und Wahrnehmung, welche Voraussetzungen für das Verstehen von sprachlichen Inhalten sind. 

Mit jedem Versuch, dem Rhythmus eines Liedes zu folgen oder ihn nachzumachen, lernt das Kind Worte im jeweiligen Tempo auszusprechen. Dies ist sehr wichtig für die Sprachentwicklung deines Kindes. Das gemeinsame Singen von einfachen Liedern bringt also, genauso wie elementarer Instrumentalunterricht, große Vorteile für die kindliche Sprachentwicklung. 


Soziale Entwicklung 

Gemeinsames Musizieren macht nicht nur Spaß sondern fördert auch die soziale Kompetenz. Wenn Kinder zusammen singen oder einfache Musikinstrumente spielen, schaffen sie etwas miteinander, lernen voneinander, gehen aufeinander zu und sind füreinander da. Jeder/jede Einzelne/r ist dafür verantwortlich, dass das große Ganze gelingt. 

Grundlegend für die positive Entwicklung sozialer Fähigkeiten sind die Erfordernisse beim gemeinsamen Musizieren: man muss aufeinander hören und sich aneinander orientieren. An manchen Stellen muss man die eigenen Bedürfnisse zurückstecken, um anderen den Vortritt zu lassen, um dann auch selbst wieder für einige Takte einen aktiveren Part übernehmen zu dürfen. Diese sozialen Fähigkeiten werden kaum so intensiv gefördert wie beim gemeinsamen Musizieren. 

Das gemeinsame Erleben von Musik verbindet und stärkt so die Beziehungen der Kinder untereinander oder zu dir als Elternteil. Wenn sich dein Kind selbst als UrheberIn von Musik erlebt, lernt es außerdem sich selbst zu vertrauen


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Lena-Maria Heinzle, Author dieses Artikels

Über Lena-Maria Heinzle

Ich habe seit meiner Jugend Unterrichtserfahrung in Klavier, Gitarre, Blockflöte, Violine und Gesang gesammelt. Musik ist also mehr als ein Hobby für mich. In meinem Publizistikstudium konnte ich außerdem mein großes Interesse an Medien weiter ausbauen. Bei Lessondo bin ich darum für Social Media und den Blog verantwortlich und kann dort meine Ideen in kreativen Content umwandeln.


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